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Immobilien in Karlsruhe, 918 Ergebnisse

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Eine Stadt entwickelt sich zum Wirtschaftszentrum
Mit Entstehung des Steinschiffkanals von Karlsruhe nach Durlach, neuen Straßen und der Erhebung zum Sitz der Markgrafschaft Baden begann der wirtschaftliche Aufstieg. Nach dem Friedensschluss von Lunéville 1801 bauten die Karlsruher anstelle der durchaus noch üblichen Holzhäuser vermehrt Steingebäude, sowohl in öffentlichen als auch sakralen und privaten Bereichen. 1825 bekam die Stadt die Technische Universität, was den Aufschwung zusätzlich förderte, die erste Eisenbahn setzte den Startschuss für den Beginn der Industrialisierung 1860. Bereits 1886, also gut 190Jahre nach der Gründung, schaffte die Stadt, auch aufgrund von Eingemeindungen, den Sprung vom Einhundertsechsundzwanzigeinwohnerdorf zur Großstadt mit über einhunderttausend Anwohnern.

Leider viel dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945) eine nicht gerade kleine Zahl der historischen Gebäude in der Innenstadt zum Opfer, wobei die wichtigsten wie zum Beispiel das Schloss rekonstruiert wurden. Bei einer großflächigen Sanierung des "Dörfle" erhielt der Ortsteil wieder eine Blockrandbebauung (die Frontseiten der Häuser zeigen zur Straße) statt der üblichen Zeilenbauweise mit Wohnblocks quer zur Straße. Nur dem Eigensinn einiger Eigentümer und einem Sinneswandel der Verantwortlichen gegen Ende der Sanierungsmaßnahmen ist es zu verdanken, dass zumindest noch ein paar der alten Gebäude vorhanden sind. Zum Glück für die Karlsruher Innenstadt soll bei weiteren Baumaßnahmen so weit als nur irgendwie möglich alte Substanzen erhalten bleiben. Trotz aller Neugestaltung bleibt "Kleinkarlsruhe", wie das Dörfle auch heißt, fast schon traditionell mit Problem behaftet, hier befindet sich heute noch das Rotlichtviertel der Stadt. Der Innenstadtbereich der Metropole ist ein lebendiges Zentrum, in dem neben einem großen Kulturangebot sehr gut Restaurants, urige Kneipen und stylishe Bars zur Verfügung stehen. Schicke Läden im Handelszentrum laden zum Bummel ein, gemütliche Cafés bieten Raum für Entspannung. Wie bei fast allen Großstädten sind die Wohnbezirke im Innenstadtbereich gesucht und, in Abhängigkeit von der Lage, nicht ganz billig.

Die Südstadt, das Bahnhofsviertel, war ursprünglich als Bahnarbeitersiedlung geplant, die wunderschönen Häuser stammen überwiegend aus der Gründerzeit (je nach Definition 1850 bis 1914) und bieten noch heute ein sehr schönes Straßenbild. Die ursprünglich winzigen Wohnungen in den ehemaligen Mietskasernen sind nach entsprechenden Umbauten zu großzügigem Wohnraum geworden, in welchem ein multikulturelles Publikum lebt. Im Osten des Viertels entsteht seit 2004 nach Schließung des Ausbesserungswerks und des Güterbahnhofs 1997 auf dem Gelände der City Park, ein elegantes Neubaugebiet mit geplanten circa zweitausendachthundert Wohnungen, einem Stadtpark sowie allen notwenigen Einrichtungen des täglichen Lebens.

Sehr hübsch ist Beiertheim-Bulach mit seinen Fachwerkhäusern und dem dörflichen Kern im Süden von Karlsruhe. Ganz anders Rüppur, eines der gesuchtesten Wohnviertel von Karlsruhe. 1103 erstmals urkundlich erwähnt, hat sich der Ortsteil vom "Haus im Sumpf" über einen Schlossbezirk zu einem ruhigen, sehr attraktiven Gartenstadtviertel mit wunderschönen Villen entwickelt. Der Älteste von den "neuen" Stadtteilen ist Knielingen, dessen erste Erwähnung auf 786 datiert, mit dem 1835 errichteten Rheinhafen Maxau hatte der Ort eine starke wirtschaftliche Bedeutung. Die Schließung des Standorts und Verlegung erfolgte 1902, womit Karlsruhe den bedeutendsten Rhein-Binnenhafen Europas erhielt. Da der Krieg an Knielingen vorbeizog, konnte der Ortsteil seinen wirtschaftlichen Status halten, viele Großunternehmen haben hier ihren Sitz. Etwas störend ist der manchmal unangenehme Geruch des Klärwerks und der Raffinerie, allerdings ist die Lebensqualität an diesem Industriestandort dennoch gut. Es stehen noch viele hübsche Fachwerkhäuser, der zwischen dem neuen Rheinhafen und rund um Maxau entstandene Landschaftspark Rhein ist ein idealer Ort zur Entspannung.
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